Das Wetter war traumhaft schön. Es blies ein sehr kräftiger Wind, der das Ausharren auf dem Deich einem vergessen ließ, das die Sonne von oben brannte (mein Sonnenbrand im Nacken, rechte Gesichtshälfte einschl. Ohr, auf Arme, Beine und Füße lässt grüßen - grins). Der Deich wird sonst wohl von Schafen bevölkert, entsprechend lagen überall deren Kötel rum. Emily hat uns die Plätze gesäubert und die der Sitznachbarn auch gleich mit. Schafskötel scheint zu ihrem Lieblingsfutter zu gehören. Nur aus dem Maul roch sie nicht mehr so nett.
Wie ihr wisst, war ich ja neulich auch beim Trial der "offenen" Klasse, Norddeutsche Meisterschaft in Kiel. Obwohl in Kiel alles vieles besser lief, hat mir die Atmosphäre in Wedel um einiges besser gefallen. Mit mir waren in Kiel ganze 7 (in Worte: sieben) Zuschauer. In Wedel war fast Volksfeststimmung, es fehlte nur noch ein Karussell.
.... und wieder nur Border Collies am Start.
Bis 13:15 Uhr war die 2. Klasse dran, dann 1 Stunde Mittagspause (geht bloß nie in dem Ausflugslokal essen, sehr teurer Fraß - igitt!) und weiter ging's mit der 3. Klasse. Auch hier unglaublich viele "Versager", genau wie in der 2. Klasse. Und die Schafe hatten auch keine Lust. Nachdem 6 mal die Schafsgruppen ausgetauscht wurden, weil die ihre Sturköppe eingeschaltet hatten und sich nicht treiben ließen (machten die doch schon vor der Startlinie was sie wollten), habe ich aufgehört die Austausche zu zählen.
Koppelfläche: ca. 300 x 100 Meter
2. Klasse: Startlinie der Wollis 150 Meter vom Handler
3. Klasse: Startlinie der Wollis 200 Meter vom Handler (um mind. 100 Meter verkürzt, die Koppel war nicht so lang, wie es den Richtlinien entspricht)
Der korrekte Ablauf wäre so gewesen:
Beginn: Der Hund sitzt links oder rechts seitlich am Handler - Aufstellung in einem Sandhäufchenkreis von ca. 30 Meter Durchmesser. Sobald die Schafe an der Startlinie stehen, schickt der Handler (stand den Schafen mit entsprechenden Abstand genau gegenüber) seinen Hund links oder rechts herum (je nachdem, an welcher Seite vom Handlers der Hund saß) los, um die 5er-Wolligrupe an der Startlinie abzuholen. Auf dem Weg dahin, durfte der Hund die Koppel nicht kreuzen. Der Hund musste die Wolligruppe gerade aus in Richtung Handler durch das erste Tor treiben. Der Handler steht immer noch wie festgenagelt im Sandhäufchenkreis und wartet auf die Schafe. In diesem Kreis musste der Hund die Wolligruppe einmal 360° um den Handler herum treiben (max. Abstand Wollis zum Handler 10 Meter), danach 2 Schafe von der Gruppe trennen, die jetzige 2er und 3er Gruppe durften den Kreis aber nicht verlassen. Dann musste der Hund beide Gruppen wieder zu einer Gruppe dirigieren. Weiter ging es in Richtung zurück, bis zur Hälfte der Koppel. Dann die Tiere von oben rechts durch ein Tor treiben, gerade runter über die kurze Seite der Koppel durch ein drittes Tor unten links und wieder zurück zum Handler, der immer noch im Sandhäufchenkreis steht. Daran grenzte ein Ferch, in die die Wolligruppe auch noch rein musste. Und fertig, der Parcours war "abgearbeitet".
Wir haben uns das fast 6 Stunden angesehen. In dieser Zeit wurde der Parcours nur 3 mal, für mein laienhaftes Verständnis, relativ perfekt absolviert.
Aber nun zu den Foddos - Blick vom Elbdeich:
Mittagspause. Die Wollis hatten Freigang und wir auch.
Emily gelangweilt im Lokal. Perfekter Vor-Ort-Getränkeservice am Deich durch den Wirt.
"Fahrzeug-Tribüne" des Wertungsrichters, der Deich als Zuschauertribüne.
Na endlich geht es heimwärts.





