Start: 08:00 Uhr
Gemeldet: 42 Handler
Größe des hügeligen Geländes: geschätzte 3 Hektar
Samstag, 22.07.06
Wir waren um 8:00 Uhr am Ort des Geschehens. Der Morgendunst lag noch über einigen Feldern und Seen. Es war aber schon recht warm und schwül.
Die Kasse für Museumsgäste öffnet erst um 9:00 Uhr. Eine junge Dame ließ uns kostenlos durch einen Nebeneingang rein. Wir waren die einzigen Gäste, die zu so früher Stunde durch das Freilichtmuseum wanderten. Vorbei an alten Fachwerkhäusern/ Scheunen/ Stallungen, vorbei an romantisch gelegenen Seen. Alle Häuser und sonstige Gebäude dürfen besichtigt werden. In einigen sind Bio-Bäcker, Metzger mit Räucherkammern /-scheunen und Spielzeugmacher untergebracht, deren Produkte alle käuflich zu erwerben sind.
Der Eingang des Freilichtmuseums. Wer fußkranken -, müden - oder zu kleinen Anhang dabei hat, kann an der
Bollerwagenstation einen Handwagen ausleihen oder ...
... benutzt dieses eigentümliche Gefährt.
Nach einem kleinen Fußmarsch waren wir da angekommen, wo wir hin wollten. Den ersten Starter hatten wir verpasst, aber es folgten ja noch so einige.
Die Hunde mussten quer über die riesige Koppel pesen, um die Wollis an deren Eingang "abzuholen". Die 5-köpfige Wolligruppe musste durch drei verschieden platzierte Gatter getrieben werden. Es musste eingefercht werden, 1-2 Wollis sollten von der Gruppe getrennt und wieder zurück getrieben werden, einmal alle Wollis 360 Grad um einen Pfahl herum. Auf der riesigen Koppel lagen grellgrüne Scheiben, ausgelegt in einer großen ?-Form. Die Hunde mussten die Wolligruppe in den ?-Bogen treiben, sich hinter oder in einer mit Wasser gefüllten Bütt verstecken, danach die Tiere wieder aus dem "Fragezeichen" heraus treiben, ohne das die Wollis durch die grünen Schreiben Querbeet laufen. Einen bestimmten Ablauf konnte ich nicht erkennen. Die Handler dürften scheinbar den "Parcours" so abarbeiten wie es ihnen gefiel und das alles innerhalb 10-15 Minuten. Ich kann Euch sagen, wir waren total fasziniert von der Zusammenarbeit zwischen Handler und Hund. Wie die ihre Pfeifen beherrschten - unglaublich, aber auch deren Hunde waren unglaublich. So etwas hatten wir noch nie gesehen und gehört. Natürlich gab es auch "Versager", dann wurde abgebrochen.
Bis dato hatte wir angenommen, das alle Schafe Fluchttiere sind, ohne Ausnahme. Aber wir wurden eines besseren belehrt. Einige Wollis waren mutig und ließen sich nicht treiben. Trotteten zurück in Richtung Wollieingang oder standen den Hunden Auge in Auge gegenüber. Neigten die Köpfe und scharrten mit den Vorderbeinen. Manche Hunde waren dem nicht gewachsen und gaben kleinbei, ohne sich bei den aufmüpfigen Wollis Respekt zu verschaffen und "kümmerten" sich um die restliche Gruppe. Das hatte immer einen Abbruch zur Folge.
Manchmal hörten wir dann hinterher die Hunde aufjaulen und aufschreien. Wir hatten den Eindruck, das die Hunde vermöbelt wurden. Kann das sein?
Gegen 11:30 Uhr sind wir gegangen. Mittlerweile herrschte eine Gluthitze und nirgends war Schatten. Bis dahin waren es doch tatsächlich 7 Zuschauer - mit mir. Am Sonntag, 23.07.06 waren nicht da. Bei dem Wetter wollten wir das uns und Emily nicht antun. Baden war angesagt, wenn man denn schon diese Möglichkeit hat.
So, genug geschwätzt, jetzt gibt's die versprochenen Fotos.
Meine Kamera ist schon recht gut, aber der Weitwinkel konnte die Dimension des Geländes nicht erfassen.
Einlass der Wollis
Ein Pfiff ertönt und der Hund sprintet los. Ja wo ist er denn?
Die nachfolgenden Fotos sind nicht chronologisch. Unterschiedliche Handler, unterschiedliche Hunde, aber immer Border Collies.
Rechts, das ist ein "Treiberhund". Er war mit einem Satz über den Zaun, trieb außerhalb des Zaunes die Wolligruppe und lag
mir für ca. 2 Sekunden zwischen den Füßen. Ein Pfiff ertönte und weiter ging's. Der Hund war wirklich toll. Sein Handler brauchte
nicht viel pfeifen, der Hund hat seine Arbeit auch so erledigt. Als wenn er Gedanken lesen konnte.







