Also:
Es war ein heißer sonniger Tag. Natürlich fing es mit einem deftigen Frühstück an. Es folgte die Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Jürgen Benner. Die Schäfer wurden vorgestellt und jeder durfte selbst entscheiden, in welche der 5 Gruppen mit dem Hund gearbeitet wird. Insgesamt waren ca. 35 Teilnehmer dort. Jede Menge Schafpudel, Harzer Füchse, Tiger, Schwarze, einige Briards und ... 2 Gosis.
Für den einen Gosi, namens Trafic war es das erste Mal. Also zu den Anfängern und Furche lernen. Er stellte sich geschickt an und hatte viel Spaß dabei. So hatte er schnell kapiert, wie man auch 4 Schenkel läuft. Trafic und Sandra waren ein lustiges Paar, was zu jeder Menge Spaß in dieser Hütegruppe führte. Auch Egon Walter hatte an diesem kleinen Haudegen seinen Spaß gefunden. Trafic, ein Hund mit viel Ehrgeiz, Elan und Energie, der auch den anderen mal Bescheid sagen musste, wer er denn ist. :mrgreen
Nach einem üppigen Mittagessen, das mal wieder mehr als reichlich war, posierten wir alle für das traditionelle Gruppenfoto. Nachmittags, ging es dann an die Herde. Zunächst lief Trafic, unangeleint, mit Sandra und mit Schippe bewaffneten Schäfer an der seiner Seite brav die Furche. Aber immer mit einem seitlichen Blick auf die wolligen Vierbeiner dort drüben. Kehrt! Und nun die Furche auf gleichem Weg zurück.
Mit einem Mal hüpfte er auf die Herde zu und machte "Buh". Huch! Was waren die Schafis erschrocken. Auf der linken Seite bildete sich eine "Zunge". Trafic rannte außen drumherum und schob die Schafe Sandra zu. Eines von ihnen hing ein wenig nach, so dass er mit einem gezielten Keulengriff zupackte. Während dieses Geschehens rannten gleich 2 Schäfer von der oberen Furche als auch Sandra und der Schäfer in der unteren auf Trafic zu, brüllten, ein Stock wirbelte durch die Luft und touchierte ihn. In dieser Sekunde machte Trafic einen Satz zur Seite weit weg von der Herde und machte sich ganz klein.
Davor hatte Sandra ja immer Angst. Bei den Altdeutschen vielleicht nicht gern gesehen, aber aus Gosi-Sicht, denke ich, hat er nichts falsches gemacht. Er war dicht an der Herde, schubste sie enger zusammen, um sie dann Sandra zuzutreiben. Am Ende des Tages waren beide mächtig geschafft.
Tja, und Cheno, der 2. Gos. Wir waren den ganzen Tag an der Herde. Furche laufen? Nö, finde ich blöd. Obwohl sie am Vormittag es sehr schön zeigte. Aber damit sollte dann auch gut sein. Sie verweigerte einfach und entzog sich. Sie sieht den Sinn nicht, Furche zu laufen. Recht hat sie. Ein Gos muss viel näher an die Herde heran. In einer Furche hat sie nichts zu tun. Das ist ihr einfach zu langweilig.
Allerdings war da diese eine Gegebenheit: Nach der Mittagspause wurden die Schafe ausgepfercht. Der Schäfer rief: Komm, Alte komm! Die Schafe kamen bis zum Zaun. An der Ecke hatte ich mich mit Cheno postiert. Die Schafe glotzen sie an. Komm, Alte komm! Das Leitschaf kam dann von hinten nach vorn. Alles glotzte. Wir würden ja gern, aber da ...! Uaaa, da gehen wir nicht dran vorbei. Ups! Ich trat 2 - 3 Schritte mit Cheno zurück und dann, dann liefen sie wacker an uns vorüber zu ihrem Schäfer.
Viele schöne Fotos gibt es
hier - auf der HP von Petra aus Reken
Nochmals herzlichen Dank an die AAH, Gruppe Rheinland-Pfalz!
Man kann ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht. (Heinz Rühmann)