unmögliche hundehalter




unmögliche hundehalter

Beitragvon Anna » 30.11.2009, 12:49

wieso gibt es da soviele von?
also manchmal kann ich die schlechte stimmung gegen uns nachvollziehen

gestern mittag waren wir in den wiesen. ich hatte ty an der rolli, weil wir allein waren und er schonmal nem reh hinterher hechtet und wir sprangen über einen baumstamm hin und her. auf einmal kam ein großer borderrüde von weitem auf uns zu. kein mensch weit und breit. um missverständnisse zu vermeiden leinte ich ty ab, als der rüde dichter dran war und ließ ohn gehen. ty ging sofort in seinen welpenmodus und der rüde stellt nur fest das ty ein rüde ist und geht ihm an die wäsche.

na macht man ja mit meinem hund nicht nech - ich also dazwischen gesprungen, ty versteckte sich hinter mir und ich stand dem hund gegenüber.

der knurrte mich böse an und ich knurrte zurück, er soll es wagen und wird sein blaues wunder erleben.
ich hatte den griff der rolleine in der hand und hätte sie ihm übergezogen wenn er gewagt hätte mich anzugehen.

ich starrte ihn an und er trollte sich. nicht ohne 10 meter weiter nochmal zu markieren und mit den hinläufen zu scharren
ich dachte nur, ja du mich auch!

ich sammelte dann meine hund hinter mir ein und leinte ihn wieder an und sah am anderen ende der wiese - mehrere hundert meter weg - eine frau auf einem fahrrad. sie schien auf den hund zu warten.

ich finde sowas unerhört und unverantwortlich. ich hatte schon von diesem border gehört - und er ist bekannt für seine rüdenunverträglichkeit. aber dass er sogar einen junghund angeht, der klare unterwerfungsgesten macht finde ich den hammer.

mein mann hat mir sein pefferspray gegeben und das nächste mal diskutier ich nicht mehr.
ich muss mich von keinem hund bedrohen lassen

bin immer noch sauer auf die tussi
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Emily de Brie » 30.11.2009, 13:25

Sowas würde mich auch maßlos ärgern, wobei ich zugeben muss, das Emiliese als Junghund auch gerne auf andere Hunde zu stürmte und ich selten rechtzeitig reagierte, um sie davon abhalten zu können. Aber sie war nie mehrere hundert Meter voraus und sie war auch nie "böse".

Gestern hatte Emily eine hundelose Spaziergängerin bei uns am Deich (in Höhe des Hundestrandes) in Angst und Schrecken versetzt.
Wir gingen nach unserem Strandspaziergang oben auf dem Deich entlang zurück, da entlang, wo sich sonst im Sommer hunderte von Selbstmörder-Karnickel tummeln. Emily schien frustiert, kein Karnickel weit und breit, deshalb wurde Zotti mal wieder sehr grob von ihr bespielt. Aber dann sah sie in weiter Ferne etwas kleines Dunkles, dicht bei den Dünen hocken. Sie blieb stocksteif stehen, fixierte das Etwas und sprintete los, im gestreckten Jagd-Galopp auf die Dame zu, die ihren Weg kreutzte. Die Dame blieb wie erstarrt stehen, ihre Augen weiteten sich vor Schrecken und sie kreischte auf. Emily ließ sich von dem Gekreische nicht irritieren und sprintete weiter, haarscharf an der Dame vorbei (ich hatte den Eindruck, das die Dame den Bauch einzog) auf das undefinierbare Etwas zu. Circa 20 Meter vor ihren Ziel erkannte Emily (und mittlerweile auch wir), das es sich um einen sehr kleinen, dunklen Hund handelt, der sich immer noch nicht bewegte. Emily brach ihre Jagd ab, sie ignorierte den Hund, drehte um und kam wieder brav zu uns zurück getrottet.
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Anna » 30.11.2009, 13:42

muss ich nun doch grinsen drüber *prust*
na besser sie schießt haarscharf dran vorbei, als zu beschließen uaaaaaaaaaaaaaaaahhhh eine bestimmt netter mensch, der gern angesprungen werden möchte - so wie ty das tun würde :D

ty rennt auch wie ein wilder wutz auf andere hunde zu wenn er unangeleint auf der wiese ist. aber die meisten kennen ihn, und selbst ein paar der wirklich dominanten rüden lassen sich von ihm einschleimen und spielen sogar mal mit ihm. sobald er einen hund nicht kennt, schaltet er erstmal in den welpenmodus um die lage zu checken.
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Emily de Brie » 30.11.2009, 14:01

Meine Freundin ist auch so eine Kreischerin und das, obwohl sie selbst zwei Hunde hat (aber nur kleine Reiterschweine). Als Emily Welpe/ Junghund war und jedesmal, wenn Emily sie freundlich begrüßen wollte, hob sie die Hände, fuchtelte wild in der Gegend rum und kreischte schrill "Emily, nicht anspringen, iiiihhhhhh, Emily, Emily nicht anspringen, iiiihhhhhhh, ....... Sandraaaaaa, HIIIIIIIILFE".

Jetzt rate mal, was Emily getan hat, wenn meine Freundin so fuchtelte und kreischte? :lol
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Anna » 30.11.2009, 14:14

eine schönere aufforderung zum spielen gibt es doch gar nicht :lol
ich brauch ja nur mal "zu hoch" seinen namen sagen, dann legt er mir die pfoten um den hals ^^

aber wenn ich eigene hunde hab, dann weiß ich das doch eigentlich kicher
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Nicki » 01.12.2009, 08:57

ich hasse es, wenn Leute sich so verhalten wie diese Border- Besitzerin, die ja wohl genau weiß, dass ihr Hund so reagiert. Durch so eine Situation ist mein Rüde versaut worden. Er stürmte immer sehr dreißt auf alles zu und hatte keine Hemmungen, er verhielt sich eher wie ein junger stürmischer Labbi, aber nicht wie ein Gos. Selbst in der Welpengruppe rempelte er alles nieder und ich mußte meist eingreifen. Daher gab es von Anfang an auch nur kontrollierte Begegnungen, wo die anderen ihn auf "normale" Art und Weise zurechtweisen konnten. Das akzeptierte er auch immer, hat sich unterworfen und die Spannung war vorbei. War auch nie ein Problem mit mehreren Hunden gleichzeitig, er spielte gerne in der Gruppe etc. Tja, in so eine Begegnung ist ein fremder Aussi-Rüde reingeplatzt. Gitano hat ihn gar nicht gesehen, kam gerade auf mich zu berannt und der Rüde flog ihm ins Kreuz. Er hat sich sofort unterworfen, daraufhin hat der andere zugebissen.

Von der Frau kam doch glatt der Komentar. Tja, das macht meiner halt schonmal wenn die Situation aufgeheizt ist, da muß ihrer halt durch - wie bitte? Warum läßt die blöde Kuh den Köter überhaupt einfach mit dazu, nur weil sie da Hunde balgen sieht. Ich mußte mich echt stotal zusammennehmen, ich kochte innerlich, mußte mich aber erstmal um meinen Hund kümmern. Der total verstört war und sich zitternd zwischen meine Beine drückte. OK nur nicht bemitleiden. Hab ihn dann einfach ins Sitz gerufen und kurz abgetastet. Er hatte nen großen Riss an der Schulter, zwar halb so schlimm, aber er war total durch den Wind. Zum Glück kamen genau gleichzeitig die anderen Hunde angerannt, er versank bald in den Boden vor Schreck. Als er merkte, das die nur gucken wollten, hat er sich ihnen sofort angeschlossen und rannte wieder mit ihnen mit.

Da war er knapp neun Monate alt. Jetzt ist er über zwei Jahre und ich kann ihn zu keinem Hund mehr hinlassen. Wir haben es sehr oft mit Altrüden probiert, die wirklich über der Situation standen. Selbst Gari hat damals über eine halbe Stunde gebraucht um ihn einigermassen auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen. Seit dem Tag mit dem Aussi rempelt er jeden Hund an, dominiert ihn sofort mit Kopf auflegen (die anderen sind meist so perplex über soviel Dreistigkeit, das sie erstmal erstarren). Wenn der andere das noch zuläßt, bespringt er ihn eine Sekunde später und die Keilerei ist (zumindest bei Rüden) in vollem Gange.

Daher ist es für mich doppelt schlimm, wenn irgendwo ein Hund, mit Halter irgendwo am Horrizont, angerannt kommt. Selbst wenn der nette Absichten hat, geht Tano sofort auf Angriff und ich hab keine Lust dann zwei kämpfende Hunde zu trennen. Tano hat zwar noch nie seine Zähne benutzt, aber was weiß ich, was der Andere dann macht.

Wir arbeiten zwar an seinem Verhalten, nur stoße ich auch so manches Mal an meine Grenzen.
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Anna » 01.12.2009, 11:38

oh man
ja sowas kann mega-traumatisch für den eigenen hund sein. darum achte ich auch immer drauf, dass ich in der nähe bin wenn ein neuer hund dazu kommt (was natürlich auch nicht immer möglich ist). ich geh da rücksichtslos zwischen wenn ein altrüde meinen kleinen niedermachen will. ich habe kein problem damit, dass er dominiert wird. das ist regelgemäß und völlig ok - aber wird er angegangen, lernen die mich kennen.

als er noch klein war, gabs mal einen jack russel, der ihn ständig angiftete, aufreiten wollte und nach ihm schnappte. ich sagte dem halter von dem jacky, wenn er nicht gleich eingreift tu ich das! er meinte nur, ahwatt, das regeln die selber... ich sagte, einem 10 wochen alten welpen überlass ich mal gar nichts zum selber regeln, und noch einmal aufreiten und seinem köter wachsen flügel. ich hab wohl böse genug gekuckt und nach einem jacky-wurf (ich packte ihn am geschirr und warf ihn nen meter ins gras) nahm er ihn dann an die leine.

diese aggrohunde sind echt der hammer.
schlimm ist - die sind es ja nicht mal wirklich schuld, sondern die halter.

mein mann sagt, wenn ich den borderrüden nochmal ohne leine seh, soll ich sie beim ordnungsamt anzeigen bevor der mal wirklich einen menschen oder einen anderen hund beißt.
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Aussie-Fan » 01.12.2009, 13:57

Ohje,da hatten eure Hunde ja schlechte Erfahrungen gemacht-ich hasse solche ignoranten Hundehalter auch ohne Ende :batsch
Da gibt es bei mir auch kein Pardon und ich gehe dazwischen,hab auch eine Wurfkette in der Jackentasche,die ich ohne wenn und aber einsetzte.Ich lasse meine Hunde nicht bedrohen oder lasse es auch nicht zu,das eine Keilerei entsteht.
@Anna
ich würde Ty das nächste Mal nicht von der Leine lassen und gucken was kommt.Ich schicke solche Hunde gleich weg.Aber da ich oft mit den drei Mädels untwegs bin,kommt selten einer zu uns der frech werden will :x
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Emily de Brie » 01.12.2009, 14:29

Zotti ist auch durch einen anderen Hund traumatisiert, der aber gar nix dafür kann.
Bis vor ungefähr einem Jahr trafen wir uns jeden Samstag und jeden Sonntag früh mit einem entfernten Nachbarn und seinem damals noch jungen Hund zur großen Botanikrunde. Jack, Zotti und Emily verstanden sich prächtig, es gab keinerlei Streitigkeiten untereinander. Und dann passierte es, Zotti bekam an einem Pferdezaun einen Stromschlag und Jack stand in genau diesem Moment ganz dicht neben ihm. Seitdem ist Jack Zottis erklärter Erzfeind, den es ohne Rücksicht niederzumachen gilt (ich beiss dich zuerst, bevor du mich wieder beißt). Eine Zeit lang gingen wir noch miteinander spazieren, aber irgendwann hatten wir keine Lust mehr, immer darauf zu achten, das Zotti Jack nicht doch bei Gelegenheit hinterrücks anfällt.
Zotti ist mittlerweile so wütend auf Jack, das er richtig tillt, wenn er ihn nur von Weitem sieht. Zottis Verhalten wegen Jack überträgt er jetzt auch auf andere Hunde, die so aussehen wie Jack. Er schießt mit wildem Getöse auf die zu, stutzt, "oh, das ist ja gar nicht Jack" und wird schlagartig wieder zu einem freundlichen Hund.

Für meinen Mann und mich ist es selbstverständlich, wenn uns angeleinte Hunde begegnen, das wir unsere dann auch anleinen. Leider neigt Emily dazu, an der Leine aggressiv zu sein. Bei manchen Hunden tut sie so, als wenn sie die mit Haut und Haaren verschlingen will, da hilft dann auch keine Ablenkung, andere schaut sie noch nicht einmal an.
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Nicki » 01.12.2009, 16:38

ja, die Situation ist bei uns total blöd gelaufen. Da war nichts mehr mit eingreifen, bzw. da war es ja schon zu spät. Das Ganze ging viel zu schnell, der flog ihm so plötzlich in den Rücken, da konnte man nur noch den Hund da runter reißen.

Ich stelle mich zwar auch dazwischen und viele Hunde lassen sich auch wegschicken, nur, wenn Du nen Hund hast, der das lieber selber diskutieren möchte, ist das extrem schwierig, wenn der Andere die Konfrontation annimmt. Toll sind dann auch die Momente, wenn Tano anstandslos an einem anderen Hund vorbeigeht, super, Du denkst, na klappt doch. Bist gerade ganz stolz, weil drei Hunde neben Dir hertrotten, als könne kein Wässerchen sie trüben. Genau in dem Moment fällt meiner kleinen Hündin dann ein. Toll, da kann man mit spielen und sie fängt wie wild an zu quicken und hüpft in die Leine, da dieser Hund das eigentlich so gut wie nie macht, rechnest Du natürlich nicht die Bohne damit, meine alte Hündin ist davon dann so angepisst, dass sie die anderen dann anmacht und anfängt rumzukläffen, Tano sieht das als Aufforderungs zum Angriff und das Caos ist perfekt. Man selber steht da wie blöd, hängt am anderen Leinenende und könnte in Grund und Boden versinken.

Sandra
Jo, den Elektrozaun kennen wir auch, bei uns stand kein Hund daneben sondern ein Pferd. Das Pferd wurde in den Stall gerufen und galoppierte an, Gitano dreht sich rum, um zu sehen, was es denn da gibt und haut voll mit der Nase in den Zaun. Seitdem sind Pferde nur noch fürchterlich große beißende Wesen. Er geht zwar wieder dran vorbei, aber er äugt doch ziemlich argwöhnich. Aber da Blacna so gerne mit den Pferden spielt, ist er immer ganz hin und her gerissen.Was meint Ihr, wie oft die schon im Zaun hing - quickt kurz auf und weiter geht die Jagd, als wäre nie was gewesen.
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Emily de Brie » 01.12.2009, 18:08

Mir fällt gerade eine Begebenheit aus Emilys Junghund-/ Rüpelzeit ein.

Wir gingen mit Freunden, die mit den zwei Reiterschweinen, bei denen durch die Botanik. Als wir auf einen Bauernhof zu gingen, sagte meine Freundin, wir sollten Emily lieber anleinen (Zotti war da noch nicht bei uns). Auf dem Hof lebe ein Hund, der gerne auf die Straße rennt, wenn andere Hunde vorbei kämen, um die mit Scheinangriffen und Gebell in die Flucht zu schlagen. Und da wir nicht wollten, das Emily nicht doch eventuell in eine Prügelei verwickelt wird, leinten wir sie brav an. Wir waren schon fast an dem Hof vorbei und atmeten schon erleichtert aus, da schoss der Hofköter laut bellend und knurrend auf uns zu. Meine Freundin erschrak so sehr, das sie ihren kleinen Hund hoch riss, sich mehrmals um die eigene Achse dreht (wohl um den Angriff auf Molly abzuwehren) und Molly an der langen Leine fliegend ihr nach. Das sah zu witzig aus. Molly flog im Kreis immer wieder um meine kreischende Freundin rum, wie eine Schaukel an einem quietschenden Kettenkarussell. Der Hofköter blieb perplext auf Abstand stehen und schaute sich, wie wir anderen auch, das grandiose Schauspiel an. Ich weiß, sowas ist nicht wirklich zum Lachen, aber ich hätte mir damals fast in die Hose gepischert und auch jetzt, wo ich mich wieder erinnere und den Ablauf vor Augen habe, lach ich mich schlapp und hab Pipi in den Augen.
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Re: unmögliche hundehalter

Beitragvon Nicki » 01.12.2009, 18:57

ich mußte gerade beim Lesen so lachen, hatte das Bild direkt vor den Augen. Klar ist das nicht wirklich witzig, aber sorry...

So nen blöden Hofhund haben wir bei uns im Billiger Wald auch. Da gehe ich seit dem der uns im Sommer angegriffen hat nur noch mit dem riesigen Schäferstock vorbei. Er wird sich nie wieder meine Laika schnappen, beim nächsten Mal lasse ich den Stock tanzen. Da oben ist nur der Hof und ne Kaserne, ansonsten sind dort nur Wald und Wiesen, daher waren auch alle Hundis frei, allerdings Gitano und Blanca immer dicht neben oder hinter mir. Laika läuft immer nen paar Meter vor und trabte vor uns an der Hofeinfahrt vorbei. Als dieses Kolos da rausgeschossen kam. Der Hund ist sonst immer in einem Zwinger, hatte den bisher nur einmal draußen im Hof gesehen, mit seinem Herrchen, und da war er nicht so drauf. Der sprang meiner armen Maus direkt auf den Rücken. Mein Griff ging in Tanos Halsband und im nächsten Moment ließ ich ihn los, ich war doch viel zu langsam und Laika schrie vor Schreck. Tano sprang dem Kerl ins Genick, saß ihm quasi auf dem Rücken - es war ein Schweizer Sennen-Mix - sah urkomisch aus, wie der Zwerg an dem hing und in der Luft baumelnd den Kopf auf den Nacken drückte. Dann stellte er sich vor ihn hin und bläkte ihn an. Ich zog Laika da erstmal raus. Der Köter rührte sich die ganze Zeit keinen Zentimeter, der war vollkommen perplex und Tano hielt ihn in Schacht. Da kam dann endlich der Besitzer um die Ecke und meinte mich noch zu beschimpfen, weil meine Hunde seinen am anmachen waren - Blanca war auch gerade aufgewacht und gab Komentare ab. Ich sagte ihm, seiner habe sich auf meine Hündin gestürzt. Er meinte nur, wie ich meine Hunde an seinem Grundstück frei vorbeilaufen lassen könne. Das wäre unverantwortlich und sein Hund hätte hier eben sein Revier. Punkt, damit drehte er sich rum und ließ er mich blöde stehen - glaubt mir, mir ist in dem Moment wirklich nichts passendes eingefallen. Ausnahmsweise war ich mal sehr stolz auf mein Tschu-Tschu, Tano hatte die Situation gerettet. Als ich danach darüber nachdachte mußte ich lachen. Manchmal ist der kleine Kerl doch zu was zu gebrauchen.
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