von Emily de Brie » 31.07.2006, 18:47
Unsere Rinnsteinmischung Muller-Muller hatte panische Angst, wenn der Gong ertönte. Sofort sprang sie auf, hechtete ins Schlafzimmer und versteckte sich so lange dort, bis der Besuch wieder ging. Dieses Elend konnte ich irgendwann nicht mehr mit ansehen und kaufte eine Klingel mit verschiedenen Melodien u.a. auch mit Hähne krähen. Sobald bei uns an der Tür der Hahn kräht, passiert mit ihr gar nichts mehr. Sie bleibt entspannt liegen und erhebt sich nur gemächlich und geht, wenn der Besuch in ihre Sicherheitszone einbricht oder sie anspricht.
Emily findet das Hähne krähen toll. Sofort springt sie auf und rast zur Tür, um zu sehen wer da kommt. Neugieriges Biest. Wenn mein Göga oder ich Heim kommen, freut sie sich wie verrückt und ihr ganzer Körper wackelt. Damit wir sie nicht neurotisch machen oder gar Verlustängste in ihr wecken, halten wir unsere Begrüßung äußerst knapp. Wir verlassen auch das Haus, ohne uns von ihr zu verabschieden.
Unsere Felix (seit 13 Jahren im Regenbogenland) hatte Verlustängste. Speziell ich habe vom Gehen und Kommen einen großen Akt draus gemacht. Wenn ich ging habe ich mich überschwänglich verabschiedet und wenn ich zurück kam ebenso. Felix war so neurotisch, das sie in den lautesten Tönen schrie, wenn sie nur meine Schritte hörte. Sie schmiss sich auf den Rücken, pischte, verteilte wackelnd die Pfütze und schrie und schrie und schrie. Und zwar so schlimm, das mich eine Nachbarin mal bat, den armen Hund doch nicht immer zu vermöbeln, wenn ich nach Hause kam.
Liebe Grüße
Sandra mit Emily und Zottel
Gibt das Leben dir Zitronen, mach Limonade draus.
(frei nach Virginia E. Wollf)
